Arbeitsgemeinschaften Gymnasialer Eltern in Baden-Württemberg

Qualitäts- und Schulentwicklung

KM Schick nimmt Schulen in die Pflicht

Kultusministerin Marion Schick (CDU) will die Schulen ab sofort mehr in die Pflicht nehmen, um Unterrichtsausfall in größerem Ausmaß zu verhindern. "Voraussehbarer Ausfall muss nicht sein, es ist Aufgabe der Schulen, dies zu verhindern und den Pflichtunterricht zu gewährleisten", sagte die Ministerin am 09.06.2010 im Landtag. Die Kritik der Opposition wonach an den Schulen im Land zu viel Unterricht ausfalle, entgegnete die Ministerin: "Der Ausfall ist deutlich zurückgegangen."

Schick sagte weiterhin, der Unterrichtsausfall sei das Thema 1 bei Eltern. Dennoch dürfe die Qualität des Unterrichts nicht allein an der Quantität gemessen werden. "Im Pflichtbereich ist die Unterrichtsversorgung abgedeckt", konstatierte die CDU-Politikerin. Sie betonte, die Krankheitsvertretung an Schulen sei Sache der Schulleiter/Innen. Sie habe in jedem Regierungspräsidium einen "Fallmanager" eingesetzt. Außerdem sei sie bereit, es jeder Schule zu ermöglichen, sich einen eigenen Lehrer-Pool zu schaffen. Dieses Vorhaben scheitere bis jetzt allerdings an den Personalräten.

 

Berufliche Gymnasien: Der alternative Weg zum Abitur

Kultusministerin Marion Schick will die beruflichen Gymnasien massiv ausbauen. Die Landesregierung zeigt damit, dass es weiterhin eine neunjährige Alternative zum G8 geben wird.

Dieser Schultyp wurde in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut; derzeit werden hier 50 000 Gymnasiasten in sechs Fachrichtungen unterrichtet: Agrar-, Ernährungs- und Sozialwissenschaft, Technik, Biotechnologie, Wirtschaft. Am Dienstag hat Schick erst dem Kabinett, hernach der CDU-Fraktion ihre weiteren Ausbaupläne präsentiert. Von Herbst an werden zusätzlich 100 Anfängerklassen für rund 3100 Schüler eingerichtet. Das deckt den Bedarf zwar nur etwa zur Hälfte.

Angesichts des Fachkräftemangels werden aber auch die Unternehmen nachziehen und ihrerseits die betriebliche Ausbildung verbessern, hofft Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP). Der Ausbau der beruflichen Gymnasien führt dazu, dass die Chancen der Bewerber, auch einen Ausbildungsplatz zu finden, landesweit sich annähern werden, weil dann in jedem Landkreis wenigstens ein berufliches Gymnasium stehen wird. Maximal 40 Kilometer entfernt vom Wohnort soll das nächste berufliche Gymnasium sein – damit werde die neunjährige Alternative zum G 8 zum wirklich flächendeckenden Angebot, so Schick.

Bei diesem Schultyp liegt das Land schon jetzt im Vergleich der Bundesländer mit Abstand vorn. Das zahlt sich aus: Ein Drittel aller Studienberechtigungen in Baden-Württemberg wird nicht an den klassischen allgemeinbildenden achtjährigen Gymnasien erworben, sondern am beruflichen Gymnasium, das bis zum Abitur alle vorherigen Bildungswege vereint. Wer die Mittlere Reife mit ordentlichen Noten geschafft hat, wird aufgenommen; egal, ob er oder sie von der Werkrealschule, der klassischen Realschule oder der gymnasialen Mittelstufe kommt, das Berufskolleg oder die Berufsaufbauschule besucht hat. Allerdings tun sich Schüler der alten Werkrealschule auf diesem Weg schwer: Ihre Abbrecherquote liegt bei bis zu 90 Prozent.

Am 15. Dezember will die Enquete-Kommission des Landtags, die seit einem Jahr die Chancen des dualen Systems und der beruflichen Bildung analysiert, ihre Empfehlungen vorlegen. Die vorweg angekündigte Kapazitätserweiterung der beruflichen Gymnasien um ein Sechstel gehört dazu. 

 

Diagnose- und Vergleichsarbeiten - DVA

Für Klasse 9 der Gymnasien stellt das Landesinstitut für Schulentwicklung Arbeiten in den Fremdsprachen Englisch, Französisch und Latein bereit. Das Auswahlermessen liegt bei den Schulen. Die Gesamtlehrerkonferenz entscheidet in Hinsicht auf die Zielsetzungen der Selbstevaluation der Schule, in welcher der Fremdsprachen die Vergleichsarbeiten durchgeführt werden. Voraussetzung für die Auswahl ist, dass die Fremdsprache bereits ab der fünften oder sechsten Klasse unterrichtet worden ist. Es kann an der einzelnen Schule sinnvoll sein, bei Parallelklassen das gleiche Fach vorzugeben. Allerdings ist es auch möglich, innerhalb eines Gymnasiums unterschiedliche Fächer für die einzelnen Klassen/Lerngruppen vorzusehen.

In der doppelten Kursstufe 2010/2011 und 2011/2012 werden aufgrund der Sondersituation der Zusammenführung von G8/G9 die Vergleichsarbeiten in Klasse 11 des Gymnasiums ausgesetzt. Die ersten Vergleichsarbeiten Klasse 11 werden somit zu Beginn des Schuljahres 2011/2012 geschrieben.

Die Termine wurden in K.u.U. Heft 10 vom 8. Juni 2009 veröffentlicht.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 27. Juli 2011 um 12:54 Uhr

 

Schulfach Glück

 

Glück und Schule. Passt das zusammen? Wer Glück und Schule verbinden möchte, geht  das Risiko ein, ausgelacht und verspottet zu werden, großmütige Zeitgenossen belassen es vielleicht auch nur bei einem Stirnrunzeln. Wer von Ihnen verbindet diese beiden Begriffe mühelos?

 

Glücksmomente in deutschen Schulen beschränken sich bei  vielen Schülern nur auf wenige Tage. Auf den ersten Schultag, da gibt es die Zuckertüte und tolle Geschenke.

Auf den letzten Schultag, denn dann ist endlich alles vorbei. Glücksmomente erleben die Kinder vor allem dann, wenn der Unterricht ausfällt.

Dabei hat uns schon Aristoteles gelehrt, dass das letzte Ziel des menschlichen Handelns Glück ist. Auch Bundespräsident Horst Köhler hat seine „Berliner Rede" 2007 unter das Leitthema „Das Streben der Menschen nach Glück verändert die Welt" gestellt.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 08. Mai 2009 um 20:54 Uhr

Weiterlesen...

 

SZ 2007-12-09: CDU fordert Rücktritt des PISA Koordinators Andreas Schleicher

Aus: Stuttgarter Zeitung vom 19.12.2007     S 8

Betr.: CDU fordert Rücktritt des  PISA Koordinators Andreas Schleicher

Titel: „Pisa-Koordinator erneut in der Kritik“

Die baden-württembergische CDU  ist der Meinung, dass hochrangige Bildungsorganisatoren der OECD wie Andreas Schleicher „politischen Missbrauch“ mit den neuen PISA-Ergebnissen betreiben. Schleicher hatte das im Vergleich zu früheren Untersuchungen bessere Abschneiden deutscher Schüler relativiert. Zudem hatte er sich deutliche gegen das dreigliedrige Schulsystem mit Empfehlungen für die weiterführende Schule in Klasse 4 ausgesprochen. Kultusminister Rau: „Ich wehre mich gegen einen OECD-Koordinator, der meint, bei uns eine politische Richtung angeben zu können“. SPD und Grüne nannten die Kritik an Schleicher „Wadenbeißerei“ und „Armutszeugnis für die CDU“. 

 

as

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 09. Januar 2008 um 16:51 Uhr

 

Seite 1 von 2

Wichtige Termine

NOEVENTS